Fragen & Antworten

Die Liste wird fortlaufend aktualisiert und ergänzt. Gerne nehmen wir neue Fragen & Antworten zur Umstellung auf. Schicken Sie uns eine Nachricht über das Kontaktformular.


Warum wird meine Versorgung umgestellt?

"Modernisierung tut gut."
Mit der Einführung des UPS hat Unilever bereits zum 01.01.2009 auf die veränderten Rahmenbedingungen im Arbeitsleben reagiert: Nicht nur für die  Mitarbeiter ist eine transparente, attraktive und planbare betriebliche Altersversorgung von Vorteil, auch Unilever nutzt diese Vorteile für die finanzielle Steuerung und Berechnung der betrieblichen Altersversorgung.

Ist die Modernisierung ein Kostensparmodell von Unilever?

Nein, diese Modernisierung ist kein Kostensparmodell. Unilever überprüft regelmäßig, ob die Versorgungszusagen den veränderten Rahmenbedingungen in der betrieblichen Altersversorgung entsprechen und ggf. angepasst werden müssen. Trotz erheblicher Umstellungskosten entschloss sich Unilever aufgrund der Loslösung der Altersversorgung von dem letzten Entgelt und der besseren finanziellen Planbarkeit - für Unilever sowie für den Mitarbeiter -, die Modernisierung durchzuführen.

Was ist an der neuen Welt (UPS) besser?

Veränderungen der Eltgeltstruktur sowie steigende Sozialversicherungsgrenzen können den Wert der betrieblichen Altersversorgung verringern. Durch die Umstellung auf ein beitragsbezogenes System erfolgt die Entkopplung vom Endgehalt, welche sich bei Veränderungen - ob positiv oder negativ - mit sofortiger Wirkung auf die gesamte Versorgungsvergangenheit ausgewirkt hat. Des Weiteren ist eine Dynamik durch den Kapitalmarkt gegeben - unabhängig davon ob Unilever mein Arbeitgeber ist und bleibt.

Muss ich nun höhere oder überhaupt Beiträge bezahlen?

Für Mitarbeiter mit einer UVO  ändert sich an den Beitragssätzen zur Berolina (1,25% bis BBG / 8% über BBG) nichts. Lediglich der Arbeitgeber zahlt mehr drauf.

Mitarbeiter mit einer Maizena Pensionsordnung müssen auch in Zukunft keine Eigenbeiträge leisten.

Was habe ich heute für eine (Basis- ) Versorgung und wie viel ist das eigentlich?

Sie haben entweder eine UVO oder MAI.

Jeder einzelne Mitarbeiter bekommt im Rahmen der Umstellung eine aktuelle Versorgungsinfo (Umstellungsschreiben). Die in dem Schreiben sogenannte "Basis-Rente" ist der Teil ist, den Sie sicher erreicht haben und Ihnen niemand mehr wegnehmen  kann.

Kann ich der Umstellung widersprechen?

Die UVO und die MAI sind kollektive - d.h. mit dem Konzernbetriebsrat für alle Mitarbeiter abgeschlossen - Vereinbarungen. Daher wurde für die Änderung ebenfalls eine Konzernbetriebsvereinbarung zwischen Geschäftsleitung und Konzernbetriebsrat geschlossen. Damit ist Umstellung für alle Mitarbeiter mit einer UVO oder MAI verpflichtend.

Wie sehen meine künftigen Risikoleistungen (Invalidität & Tod) aus?

Auch in der neuen Welt sind Ihre Risikoleistungen abgesichert: Sie erhalten die garantierte Risikoleistung aus Ihrer alten Versorgung oder die Leistung aus der neuen Basisversorgung (UPS) - je nachdem, welcher Wert höher ist.

Gibt es durch die Umstellung irgendwelche steuerliche Änderungen?

Nein, steuerlich ergeben sich keine Änderungen. Unilever gewährt seinen Anteil bei der Einbringung unversteuert, sodass die daraus resultiuerende Altersversorgung weiterhin der vollen Steuerpflicht unterliegt.

Wer bezahlt die Auffüll-Rente?

Die Auffüll-Rente wird vom Arbeitgeber getragen.

Was passiert mit den anderen Versorgungen (UZR etc.)?

Von der Umstellung ist nur die Basisversorgung betroffen. UZR, IZG, Berolina Ergänzungsversorgungen etc. sind Zusatzversorgungen, welche von der Umstellung unberührt bleiben.

Wie ist man auf die Trendannahme 2,8% Entgeltentwicklung gekommen?

Die Entgeltentwicklung ist eine grundlegende Annahme für die Umstellungsberechnung. Die Entgeltentwicklung stellt den Trend, also die langfristige Entwicklung der versorgungsfähigen Einkommen der kommenden Jahre dar. Die Annahme ist, dass die durchschnittliche Entgeltentwicklung ca. 1% -Punkt über der langfristigen durchschnittlichen Inflationsannahme von 1,8% liegt.

Dieser Festlegung liegen die Untersuchungen der tariflichen Entgelterhöhungen der letzten 20 Jahre der Metall- und Chemie-Industrie zugrunde. Danach wurden im Durchschnitt innerhalb der Tarifabschlüsse 2,8 % pro Jahr erzielt. Neben dem Tarif der chemieverarbeitenden Industrie wurden weitere, für Unilever maßgebliche Tarife betrachtet. Im Ergebnis hat sich jedoch der Tarif der chemischen Industrie als Schlüsseltarif für die Annahme der Entgeltentwicklung durchgesetzt.

Diese Entgeltentwicklung deckt sich auch mit dem Entgelttrend, der für die Berechnung der konzerneigenen Pensionsverpflichtungen nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) zugrunde gelegt wird. Dieser wird zwar von dem Unternehmen festgelegt, muss aber durch Wirtschaftsprüfer geprüft und genehmigt werden. Jede Annahme muss gegenüber dem Gobal Pensions Department (Unilever) und dem Wirtschaftsprüfer begründet werden. Eine fiktive Annahme ist ohne eine fundierte und nachhaltige Begründung nicht möglich.

Was passiert, wenn die 2,8% nicht eintreten?

Sollten die Trendannahmen mittel-/langfristig nicht eintreten, dann hilft die Revisionsklausel.

Die Revisionsklausel sieht vor, dass mindestens alle fünf Jahre eine paritätisch besetzte Kommission zusammenkommt, die überprüft, ob zu erwarten ist, dass die relevanten Trendannahmen zukünftig nachhaltig von den bei Umstellung zugrundegelegten Werten abweichen werden.

Sollte dieses der Fall sein und festgestellt werden, dass die tatsächliche Entwicklung nachhaltig und erheblich von den ursprünglichen Trendannahmen abweicht, wird eine Anpassung der Auffüll-Rente für die Zukunft vorgenommen.