Ein kurzer Blick zurück

Beide Versorgungen, die UVO und die MAI, waren so genannte endgehaltsbezogene Renten-Pläne, die die - zumeist beschäftigungslange - Betriebstreue belohnten. Für jedes anrechenbare Dienstjahr gab es einen bestimmten Prozentsatz des letzten durchschnittlichen Gehalts, wobei der Durchschnitt über die letzten 12 bzw. 36 Monate gebildet wurde.  Die Anzahl der anrechnungsfähigen Dienstjahre war jedoch auf 38 (UVO) bzw. 35 (MAI) Jahre begrenzt, sodass ein Rentenzuwachs darüber hinaus nicht erfolgen konnte. Der wichtigste Unterschied der beiden Pläne lag in der Finanzierung:

So funktionierte die UVO

Die UVO hatte zur Voraussetzung, dass die Arbeitnehmer zunächst Mitglied der Pensionskasse Berolina wurden. Erst der Pensionskassenbeitritt löste gleichzeitig eine Zusage nach der UVO aus. Im Versorgungsfall wird die beitragsorientierte Versicherungsleistung der Berolina Classic angerechnet. Die Firmenleistung deckt damit die mögliche Differenz zwischen der UVO-Zusage und der Pensionskassenleistung ab.

Im Ruhestand haben die Mitarbeiter die volle Leistung aus der Pensionskasse Berolina erhalten - und Differenzen zu der zugesicherten Rente aus der UVO wurden von Unilever finanziert.

UVO.

 

So funktionierte die MAI

Im Prinzip funktionierte die Maizena Pensionsordnung (MAI) wie die UVO: Für jedes anrechenbare Dienstjahr erhalten Mitarbeiter einen bestimmten Prozentsatz des versorgungsfähigen letzten durchschnittlichen Gehalts.

Es gab aber zwei wichtige Unterschiede: Die Altersversorgung wurde allein vom Arbeitgeber finanziert. Darüber hinaus erfolgte die Finanzierung rein über Rückstellungen in der Bilanz und nicht über eine Pensionskasse.

MAI

 

Bewährt, aber nicht mehr zeitgemäß

Für beide Versorgungen gilt also: Entscheidend für die Rentenhöhe waren eine lange Betriebszugehörigkeit und die letzten Gehälter vor Beschäftigungsende bei Unilever. Gehaltserhöhungen am Ende der Berufstätigkeit wirkten sich besonders positiv  auf die gesamte Rente aus - unabhängig davon, wie sich das Gehalt davor entwickelt hat. Ein Problem, wenn das Gehalt am Ende sinkt. Denn dann sinkt Ihre gesamte Rente, egal, wie viel Sie über die Jahre davor verdient haben.

Auch im Hinblick auf die gestiegenen Renteneintrittsalter in der gesetzlichen Rentenversicherung ist die Begrenzung der anrechnungsfähigen Dienstjahre nicht mehr zeitgemäß.

Sie sehen: Weil es bisher ganz entscheidend auf die letzte Phase des Berufslebens ankommt, war Ihre Altersversorgung kaum planbar.